Detaillistenverband Kanton Luzern (DVL)
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Chancendenker 1'900 M. ü. Alltag

113. Generalversammlung des DVL

Der Detaillistenverband Kanton Luzern DVL wählte für die 113. ordentliche Generalversammlung von Mittwoch, 22. Juni 2016 einen der schönsten Orte der Zentralschweiz aus. Auf dem Stanserhorn, 1900 Meter über dem Alltag, genossen rund 100 Personen, KMU-Detaillisten aus dem Kanton Luzern, den ersten schönen Sommerabend dieses Jahres. Die Traktanden der Generalversammlung konnten zügig abgehandelt werden, sodass genügend Zeit zum geselligen Beisammensein blieb.

 
Bericht von Willi Rölli
 
Es war ein frohes und freundschaftliches Zusammentreffen von Kolleginnen und Kollegen anlässlich der 113. Generalversammlung des Detaillistenverbandes Kanton Luzern DVL vom Mittwochabend auf den Stanserhorn. Nach der eindrücklichen Fahrt mit der Cabrio-Bahn, traf man sich unter tiefblauem Himmel zum gemütlichen Apéro auf der Sonnenterrasse. Eröffnet wurde die Tagung musikalisch vom Hitzkircher Männer-Oktett «Cantus+». Im Namen des Verbandvorstandes hiess Präsident Heinz Bossert die zahlreich erschienenen Mitglieder und geladenen Gäste willkommen. 
 
KMU-Detaillisten sind Chancendenker
Präsident Heinz Bossert, der zum 13. Mal die DVL- Generalversammlung leitete, liess in seiner Tour d’horizon das Jahr 2015 Revue passieren. Dabei ging er auch auf die grossen Herausforderungen ein, mit denen sich die KMU- Detailhandels- und Dienstleistungsbetriebe gegenwärtig auseinander setzen müssen. So hielt Bossert fest, dass der Schweizerische Detailhandel rund 400 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftige und somit einer der grössten nicht staatlichen Arbeitgeber der Schweiz sei. Der KMU-Detailhandel des Kantons Luzern sei ein Teil in diesem wichtigen Wirtschaftsgefüge. Er unterstrich vor allem die wirtschaftliche und soziale Bedeutung dieses Markt-Segmentes. Bossert hob dessen hohe Verdienste hervor: «Die im DVL angeschlossenen Unternehmen bieten qualitativ hochstehende Arbeits- und Ausbildungsplätze. Die Erhaltung eines gesunden Detailfachhandels hat aus diesen Gründen eine grosse volkswirtschaftliche Priorität», fasste der Vorsitzende zusammen. Wenn es den Dorf- und Stadtgeschäften schlecht gehe, bekämen das auch andere Branchen, wie Zulieferer, Transportgewerbe und weitere Marktteilnehmer zu spüren, hielt Bossert fest. 
 
Die Wettbewerbssituation hat sich verschärft
Das Jahr 2015 war für die Detaillisten von vielen Unsicherheiten geprägt. Im Verkauf verspüre man an allen Fronten Nervosität, Ungewissheit, eine gewisse Ohnmacht gegenüber der gegenwärtig rasanten Entwicklung. Die Wettbewerbssituation habe sich in praktisch allen Branchen verschärft, sei das durch preisgetriebene Angebote der Discounter und durch die massive Verkaufsflächenerweiterung wie zum Beispiel dem «Mall of Switzerland» in Ebikon. Die Spirale des ruinösen Preiskampfes drehe sich auch aufgrund des zunehmenden Interneteinkaufs und Einkaufstourismus ins nahe Ausland immer schneller. Bossert belegte seine Aussagen mit zwei eindrücklichen Zahlen: «Mit jeder neuen Stelle eines Grossen gehen 1.5 bis 2 Stellen im gewerblichen, personalintensiven Detailhandel verloren». Und nach Schätzungen von Detailhandelsexperten würden pro Milliarde Umsatzverlust oder Abwanderung von Kundenfranken ins Ausland rund 2 000 Stellen abgebaut. 
 
Detailhandel «Quo vadis» - Wohin gehst du?
Es sei die Geschwindigkeit des Wandels, die uns fordere, nicht der Wandel selbst, bilanzierte Bossert. Es sei nicht einfach, Konzepte zu entwerfen, die auf Werten basieren, welche mit dem aktuellen Zeitgeist Schritt halten würden. Der DVL und alle Detaillisten müssten noch mehr zusammenspannen um gemeinsam Konzepte zu entwerfen um damit zielführende Prozesse auszulösen. Der Verbandspräsident zeigte sich trotz allen Erschwernissen positiv gestimmt und motivierte die anwesenden Sitzungsteilnehmer: «Die Chancen sind da, wir müssen sie erkennen und ergreifen und wir müssen sie verstehen wollen. Das heisst, sich noch mehr anstrengen. Nur Chancendenker bestehen im aggressiven Markt». DVL Präsident Bossert zeigte sich überzeugt, dass der KMU Detailhandel auch zukünftig eine wichtige Rolle in der Wirtschaft einnehme.
 
Intensives Verbandsjahr
Speditiv und souverän wurden die Traktanden abgearbeitet. Die Rechnung schloss leicht positiv ab und gab zu keinen Diskussionen Anlass. Positiv bemerkbar machte sich die neu ausgebaute Wohnung im Dachgeschoss des DVL-Hauses. Heinz Bossert kam auf die zahlreichen Aktivitäten des Verbandes im 2015 zu sprechen. Höhepunkte waren die Brunchfahrt auf dem Vierwaldstättersee, eine flächendeckende Plakataktion mit der Verlosung von E-Bikes im Gesamtwert von 40‘000 Franken. Vizepräsident Roland Meyer würdigte die grosse und erfolgreiche Lobbyarbeit des Verbandspräsidenten zum nationalen Geschäft der Ladenöffnungszeiten. Der Ständerat sei anfangs Juni zum zweiten Mal nicht auf die Vorlage eingetreten, womit sämtliche Liberalisierungsstrategien definitiv vom Tisch wären. Beim anschliessenden Nachtessen auf dem Stanserhorn wurden die Anwesenden nochmals von den neun Mannen aus dem Seetal mit einmaligem à capella Gesang und von Piano-Mann Oliver Töngi unterhalten, bevor es wieder mit der Bahn nach Stans zurückging. 
 
Der Vorstand des DVL, dem 600 Mitglieder aus 50 Branchen angeschlossen sind, setzt sich wie folgt zusammen; Präsident Heinz Bossert, Hochdorf; Vizepräsident Roland Meyer, Ruswil; Kassier Beat Borner, Hitzkirch; Martin Gisler, Altbüron und Markus Gehrig, Luzern. Die drei erstgenannten bilden den Vorstandsausschuss.
 
 
 
 
 

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  • Erstellt: 24.06.16

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