Detaillistenverband Kanton Luzern (DVL)
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Stadt Luzern will Sonntagsverkauf?

Sonntags Shoppen bis 20.00 Uhr

Nein zum Gesetzesbruch!
Im Schlepptau der City Vereinigung und Grossverteiler plant die Stadt Luzern mit einem Pilotversuch die Einführung einer Tourismuszone mit Öffnungszeiten werktags bis 22.30 Uhr und der Abschaffung des Sonntags als Ruhetag. Dies widerspricht dem mehrfach geäusserten Volkswillen und dem kantonalen Ruhetags- und Ladenschlussgesetz (RLG). „Die Sozialpartner des Detailhandels akzeptieren diesen Gesetzesbruch nicht und werden ihn mit juristischen Mitteln verhindern,“ sagt LGB-Präsident Martin Wyss. „Wir nehmen aus diesem Grund auch nicht am diesbezüglichen Workshop von Finanzdirektorin Franziska Bitzi Staub (CVP) teil,“ ergänzt DVL-Präsident Heinz Bossert. Die Gewerkschaften wie auch die Detaillisten bieten Hand zur Lösung bestehender Probleme. Dies aber auf kantonaler Ebene und nicht mit Sololäufen der Stadt.
 
Die Zwängerei geht weiter
Basierend auf einer zweifelhaften Studie von Prof. em. Dr. iur. Paul Richli plant die städtische Finanzdirektion ein Pilotprojekt zur Umgehung des kantonalen Ruhetags- und Ladenschlussgesetzes (RLG). Dabei hat die federführende Stadträtin Franziska Bitzi Staub offenbar jegliches Augenmass verloren: Alle Ladenlokale in der Altstadt sollen als Tourismusläden deklariert werden, damit Öffnungszeiten werktags bis 22.30 Uhr und jeden Sonntag von 8.00 bis 20.00 Uhr möglich würden. „Die Stadt Luzern hätte auf einen Schlag schweizweit die längsten Öffnungszeiten,“ empört sich Unia Regionalleiter Giuseppe Reo. „Dies entgegen mehreren klaren Volksentscheiden gegen jegliche Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten!“ Die Sozialpartner des Detailhandels fordern einen umgehenden Übungsabbruch, ansonsten werden sie die Tourismuszone mit juristischen Mitteln unterbinden.
 
 
 
Sonntag nicht dem Tourismus opfern
Die Tourismuszone hätte gravierende Auswirkungen auf die Läden in der Stadt und auf deren Personal. Abend- und Sonntagsarbeit wären die Regel. „Der Sonntag ist der einzige gemeinsame Ruhetag für die grosse Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger und soll es auch bleiben!“ sagt Unia - Gewerkschafter Reo. Für Touristen ist die Stadt Luzern auch heute schon attraktiv. Eine spezielle Tourismuszone würde neue Ungleichheiten schaffen und den Wettbewerb verzerren. „Gerade kleine lokale Läden hätten es mit der Tourismuszone noch schwieriger als heute,“ ist sich DVL-Präsident Bossert sicher. Längere Öffnungszeiten und höhere Mietzinsen führen zur Zerstörung gewachsener Strukturen und zur Verdrängung der Klein- & Familienbetriebe.
 
Sozialpartner sind gesprächsbereit
Die Sozialpartner des Detailhandels sind weiterhin an einer konstruktiven Zusammenarbeit interessiert, sie muss aber auf der richtigen Ebene stattfinden, nämlich beim Kanton. Zudem torpedieren Sololäufe der Finanzdirektorin oder des Präsidenten der City Vereinigung die ohnehin geringe Vertrauensbasis. Wenn sich diese jedoch zur Einhaltung geltender Gesetze bekennen und damit das städtische Pilotprojekt abbrechen, werden die Sozialpartner beim nächsten kantonalen runden Tisch eine Lösung für die bestehenden Probleme vorlegen. „Es liegt nun in der Hand der Totalliberalisierungs-Befürworter, ob sie bereit sind für konstruktive Gespräche oder weiterhin auf Konfrontationskurs zum Volkswillen gehen wollen,“ sagt LGB-Präsident Martin Wyss.
 
Kontaktkoordinaten Medienanfragen:
Heinz Bossert, Präsident Detaillistenverband Kanton Luzern, 079 429 01 07
Giuseppe Reo, Regionalleiter Unia, 079 204 96 80
Martin Wyss, Präsident Luzerner Gewerkschaftsbund, 077 454 99 46
 

Gemäss Zeitungsbericht der Luzerner Rundschau vom 26. Oktober 2018 will die Stadt Luzern, unter Federführung von Stadträtin Franziska Bitzi (CVP, Finanzdirektion), das kantonale Ruhetags- und Ladenschlussgesetz aushebeln.

pdfLuzerner Rundschau 26.10.2018 - Die Stadt Luzern will das kantonale Ruhetags- und Ladenschlussgesetz aushebeln.

Längere Öffnungszeiten an Werktagen und die Abschaffung des Sonntags als Ruhetag wären die Folge.

  • Erstellt: 27.10.18

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